Clean Lakes, Clean Future

Gegen den Eintrag von Mikroplastik in den Bodensee: Das Projekt berät Gemeinden zu konkreten Maßnahmen und sensibilisiert die Öffentlichkeit für das Thema.

Ziel ist die Verringerung des Eintrages von Mikroplastik in Gewässer durch Sensibilisierung und Implementierung von Lösungsansätzen.

Relevanz

Kunststoffabfälle sind weltweit ein zunehmendes Problem bei der Verschmutzung von Gewässern. Plastik löst sich nicht auf, sondern es bleibt in der Umwelt bestehen, auch wenn Witterungseinflüsse das Material in immer kleinere Teilchen zerfallen lassen. Die Menge an Mikroplastik (sehr kleine Kunststoff-Partikel, kleiner als 5 mm) nimmt in aquatischen und terrestrischen Ökosystemen stetig zu. Über die Auswirkungen auf Binnengewässer liegen im Gegensatz zu denen auf Ozeane bislang deutlich weniger Daten und Erkenntnisse vor. Die durchgeführten Studien enthalten trotzdem deutliche Hinweise darauf, dass die Situation in Seen denen von Meeren vergleichbar ist. Auch in Bodenseefischen wurde Mikroplastik nachgewiesen.

Umsetzung

Um den Eintrag von Mikroplastik in den Bodensee zu vermeiden und zu reduzieren, werden vor allem Anrainer-Gemeinden, Sportverbände und die Landwirtschaft angesprochen. Die Gemeinden und Kommunen werden zu möglichen Maßnahmen beraten und bei der Umsetzung begleitet. Hierfür hat die Bodensee-Stiftung einen Katalog von Handlungsempfehlungen ausgearbeitet, von einem kostengünstigen niederschwelligen Einstieg bis zu aufwändigeren technischen Lösungen.

Auch vielen Sportler*innen ist nicht bewusst, dass Sportanlagen wie insbesondere Kunstrasen eine Quelle zur Mikroplastikverbreitung sind. Die Bodensee-Stiftung informiert Vereinigungen darüber, wie ihre Mitglieder sich bei der Nutzung von Kunstrasenplätzen verantwortungsvoll verhalten, und sie werden dazu angehalten, die Granulatfüllungen von Kunstrasenplätzen mit umweltfreundlicheren Alternativen zu ersetzen.

Die Landwirtschaft nutzt Folien in vielfältiger Weise – von der Abdeckung von Spargel- und Erdbeerfeldern bis zum Einpacken von Heu. Sie wird im Rahmen des Projektes über Recyclingsysteme informiert, und es werden gemeinsam Wege nach pragmatischen Sammelmöglichkeiten gesucht.

Mit diesen und weiteren Maßnahmen wie z.B. dem Faltblatt “10 Tipps gegen Mikroplastik” werden auch Einwohner*innen dafür sensibilisiert, ihren Plastikkonsum im Alltag kritisch zu betrachten und wo möglich, zu reduzieren.

Das Projekt baut auf den Erfahrungen des EU-Life-Projekts „Blue Lakes“ auf.

Weitere Informationen

Online-Quiz zum Thema Mikroplastik

(Dieses Quiz wird über Google Forms bereitgestellt. Google kann dabei bestimmte Nutzungsdaten erheben, z. B. IP-Adresse, technische Informationen etc.. Die Teilnahme am Quiz ist ohne Anmeldung möglich. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.)

Logo Clean Lakes, Clean Future
  • HANDLUNGSFELD
    Natur- & Gewässerschutz
  • PROJEKTGEBIET
  • LAUFZEIT
    06.2023 –
  • ZIELGRUPPEN
    Kommunen, Bürgerschaft, Landwirtschaft, Sportvereine

Ansprechperson

Portrait von Gertrud Nußbaum
Gertrud Nußbaum

Projektförderer

  • Logo Amcor

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