Rohr-Vogelschutz-Stiftung Bodensee
Franz und Hildegard Rohr-Vogelschutz-Stiftung Bodensee

Seit dem 9.11.2005 ist die „Franz und Hildegard Rohr-Vogelschutz-Stiftung Bodensee“ eine rechtsfähige Stiftung im Regierungsbezirk Tübingen. Zweck der Stiftung ist „der Lebensraumschutz insbesondere der Vögel, die Ruhezonen, Rastplätze, Brut- und Nistplätze sowie Nahrung finden sollen“. Die Stiftung ist auf den deutschen Bodenseeraum ausgerichtet. Sie wird von der Sparkasse Singen-Radolfzell verwaltet.
Dr. Michael Altmann, Volker Kromrey und Uwe Schemel stehen der Stiftung vor. Der Stiftungsvorstand und der Stiftungsbeirat treffen sich in der Regel jährlich.
Die jährlichen Erträge aus dem Stiftungsvermögen erhält die Bodensee-Stiftung zur Umsetzung des Stiftungszwecks (nach Abzug der Kosten für Inflationsausgleich und Vermögensverwaltung). Da die Bodensee-Stiftung in den Jahren, in denen nennenswerte Erträge aus dem Stiftungsvermögen zur Verfügung standen, keine eigenen Vogelschutzprojekte hatte, wurden bisher Projekte anderer Institutionen unterstützt.
Auswahl Geförderter Projekte
Über die Stifter franz und Hildegard Rohr
Als sich Franz und Hildegard Rohr 2004 zur Ruhe setzen wollten, fiel die Entscheidung für Überlingen nicht schwer: Beide kannten den Bodensee und seine Landschaft schon von Jugend auf. Während ihres Berufslebens zog es das Ehepaar immer wieder an den See, um dem Arbeitsalltag zu entkommen.
Im Laufe der Jahre fielen dem Ehepaar Veränderungen in der Landschaft auf: So wurde der See im immer sauberer – bis er den heutigen Zustand erreichte, von dem viele andere Seen weltweit nur träumen können.
Zugleich wurde Stück für Stück jedes Jahr ein weiteres Stück naturnahes Ufer verbaut und das Ufer immer intensiver genutzt. Andere Veränderungen gingen sogar noch schleichender von statten und betrafen das Bodenseehinterland: Die Felder wurden größer, Streuobstwiesen verschwanden, mehr Straßen durchschnitten die Landschaft und es kamen immer mehr Menschen in die Region, um – ähnlich wie das Ehepaar Rohr selbst – ihren Urlaub am See zu verbringen.
Als sich Franz und Hildegard Rohr für Überlingen als Wohnort entschieden, hatten sie deshalb das Bedürfnis, der Bodenseeregion und ihrer einzigartigen Naturlandschaft etwas zurückzugeben und einen Beitrag zu leisten, damit die Schönheit und Lebendigkeit der Bodenseelandschaft auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt.
Da sie finanziell unabhängig waren und keine Nachkommen hatten, entschlossen sich Franz und Hildegard Rohr zur Gründung einer Stiftung. Als Tätigkeitsschwerpunkt entschieden sie sich für den Vogelschutz, da beide schöne Erinnerungen an ihre persönlichen Begegnungen mit der Vogelwelt hatten und weil sie sahen, dass die Veränderungen der Bodenseelandschaft sich besonders auf die Vogelwelt nachteilig auswirkten.

