EIP WertSchwein

Schweinehaltende Betriebe stehen vor großen wirtschaftlichen Unsicherheiten. Dazu kommt ein zunehmend schlechtes Image der Schweinehaltung. Im Projekt werden die Nachhaltigkeitsleistungen der Betriebe bzw. Wege zur Optimierung sowie einer fairen Entlohnung dieser Leistungen erarbeitet.

Verbesserung des Images von schweinehaltenden Betrieben und Honorierung ihrer betrieblichen Nachhaltigkeitsleistungen: Dazu werden im Laufe des Projektes mögliche Steigerungen der Nachhaltigkeitsleistungen der regionalen Schweinehaltung identifiziert und aufgezeigt und ein faires Honorierungs,- Liefer- und Vertragssystems erarbeitet. Eine Vernetzung der vorhandenen Datenbanken entlang der Wertschöpfungskette soll den Informationsaustausch dabei verbessern.

Relevanz

Immer mehr Schweinehaltende Betriebe geben auf. Die Ursachen sind hier vielfältig: Neben der aktuellen Wirtschaftskrise, den steigenden Produktionskosten für Futtermittel und Energie, aber auch, und hier vor allem, die fehlende Perspektive und Planungsunsicherheit zum Umbau von Ställen sowie das sinkende Image der Schweinehaltung. Beispielhaft ist der Rückgang der Sauenhaltende Betriebe, von denen in den letzten 10 Jahren jeder 2. Betrieb seine Ferkelerzeugung aufgegeben hat (Situationsbericht, DBV, 2021). Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, sollen im Projekt die von den schweinehaltenden Betrieben erbrachten Nachhaltigkeitsleitungen aufgezeigt und in Wert gesetzt werden.

Umsetzung

Die Nachhaltigkeitsleistungen Klimaschutz und Biodiversität werden mit Hilfe des ACC-Tools bzw. des QZ-Bewertungsrahmens analysiert. Darauf aufbauend werden mit den 20 teilnehmenden Projekt-Betrieben Maßnahmen festgelegt, um die Leistungen in diesen Bereichen weiter zu verbessern. Dabei werden Aspekte zur Klimawandelanpassung gleich mitberücksichtigt. Eine verbesserte, nachhaltige Fütterungsstrategie und Tierwohlmaßnahmen ergänzen die Nachhaltigkeitsleistungen in den Schweinebetrieben.

Das Aufzeigen dieser Leistungen ist die Grundlage, um das Image der Branche zu verbessern und eine faire Entlohnung der Erzeugerbetriebe umzusetzen. Hierfür wird im Laufe des Projektes ein Liefer- und Vertragskonzept gemeinsam mit den nachgelagerten Wertschöpfungsgliedern wie Schlachtereien, Händler und Einzelhandel erarbeitet sowie ein Konzept zu einer verbesserten Kommunikationsstrategie.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER)Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete mitfinanziert durch das Land Baden-Württemberg.
Ein Vorhaben des Maßnahmen– und Entwicklungsplans Ländlicher Raum Baden-Württemberg
2014—2020 (MEPL III)Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und
Nachhaltigkeit“ (EIP-AGRI)

Blick auf Schweinehintern im Stall mit Stroh. Die Schweine stehen nebeneinander, der Blick fällt vor allem auf ihre Ringelschwänzchen.
Copyright: Landwirtschaftlicher Informationsdienst
  • HANDLUNGSFELD
    Landwirtschaft & Lebensmittel
  • PROJEKTGEBIET
    Baden-Württemberg
  • LAUFZEIT
    01.2023 – 12.2024
  • ZIELGRUPPEN
    Schweinehaltende Betriebe

Ansprechperson

Sabine Sommer Projektleiterin

Projektförderer

  • Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-agri)
  • Europäische Union
  • Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

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