Moor-PV: Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 ausgegeben. Für den Sektor Land- und Forstwirtschaft ist die Wiedervernässung trockengelegter Moore entscheidend. Sie binden pro Hektar mehr Kohlenstoff als Wälder und wirken dadurch als natürliche Kohlenstoffsenken. Entwässerte Moore setzen dagegen CO2 frei. In Baden-Württemberg beträgt der Anteil der Moore nur noch knapp 1,3 Prozent der Landesfläche. Bis 2030 sollen 4200 Hektar, bis 2040 die gesamte Fläche (45.000 Hektar) wiedervernässt werden.

Neben dem enormen Beitrag zum Klimaschutz als CO2-Senken können wiedervernässte Moorböden unter Umständen als Flächen für PV-Anlagen zudem einen Beitrag zur Produktion von erneuerbaren Energien leisten. Wichtig ist der Bodensee-Stiftung dabei zu betonen, dass Moor-PV nicht als zusätzlicher Flächenpool für Solarfreiflachen zu verstehen ist, die in bereits existierende Schutzgebiete gebaut werden können: „Es geht vielmehr um die Realisierung von Wiedervernässungskonzepten für trockengelegte, landwirtschaftlich genutzte Fläche, unter Einbindung der Landwirtschaft“, betont Volker Kromrey, Geschäftsführer und Leiter des Handlungsfelds Gewässer- und Naturschutz der Bodensee-Stiftung.

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